Von der Saat bis zur Ernte: Anbau von Futterrüben

Das gestiegene Interesse an der Futterrübe hat gute Gründe:

Rübenroder

Rübenroder  

Silage Futterrüben Mais

Silage Futterrüben Mais  

Die Futterrübe/Energierübe

  • ist die produktivste Futterpflanze überhaupt.
  • schmeckt der Kuh/der Bakterie am besten.
  • hat die höchste Verdaulichkeit/Abbaugrad 98 %.
  • ist arbeitswirtschaftlich gut zu handhaben.

Rübentyp

TS

Sorte

Beschreibung
Mittelrübe 13 % FELDHERR Genetisch monogerme Mittelrübe, auch für schlechtere Lagen geeignet, glattschalig mit geringem Schmutzanteil.
Gehaltsrübe 16 % KYROS Die klassische Gehaltsrübe hat einen gleichmäßigen Sitz am Boden mit gleichmäßiger Rübenkopfhöhe. Die wenig ausgeprägte Wurzelrinne sorgt für einen geringeren Schmutzanteil.
17 % RIBAMBELLE Rote, sehr glattschalige Rübe mit 17 % Trockensubstanzgehalt.
Der Sitz des Rübenkörpers im Boden liegt bei ca. 65-70%. RIBAMBELLE liefert sehr viel Frisch- und Trockenmasse. Rizomaniatolerant.
Halbzuckerrübe 18 % MAGNUM Halbzuckerrübe, etwas tiefer sitzender Rübentyp mit sehr guter Rodeeignung für Vollernter im Zuckerrübensystem
1 9% ENERMAX Halbzuckerrübe/Energierübe, kombiniert eindrucksvoll Vorteile von Zucker- und Futterrübe, sehr gute Rodeeignung, rizomaniatolerant

Standort-, Klima- und Vorfruchtansprüche
Besondere Ansprüche an Klima und Boden stellt die Futterrübe nicht. Der Anbau ist in Mittelgebirgslagen (bis 800 m) wie auch im Flachland auf sandigen oder auf lehmigen Böden möglich.
Für die Ausschöpfung des gewaltigen Ertragspotenzials ist eine ausreichende Wasserversorgung und Erntebestände mit ca. 90.000 Pflanzen/ha erforderlich.
Die Vorfrucht sollte möglichst Getreide sein.


Saat
Ein ideales Saatbeet besteht aus einem festen, abgesetzten Untergrund, auf den die Saatpillen abgelegt werden und darüber eine lose Oberschicht von 2-3 cm.

Reihenabstand: 45 cm (abhängig vom Roder)
Ablageweite: +/- 20 cm
Saatgutbedarf: 2 x 1/2 Einheit/ha (1/2 Einheit = 50.000 Pillen)
Saatzeit: 15. März-15. Mai

Durch den festen abgesetzten Untergrund kann ausreichend Feuchtigkeit zu dem keimenden Saatgut aufsteigen, während die lose Oberschicht die Luft, die für die Keimung benötigt wird, durchlässt.
Saatgut gebeizt mit Janus Forte oder Gaucho steht zur Verfügung.

Pflege und Düngung
Die Pflanzenschutzmaßnahmen sind wie beim Zuckerrüben-Anbau einzusetzen.
Die Düngung ist durch das hohe Ertragspotential anders zu bewerten. Der Boden sollte untersucht werden, vor allem auf Kalkgehalt und Gehalt an Spurenelementen
angestrebt werden:

200 kg N/ha
130 kg P2O5/ha
350 kg K2O/ha
Bis 40 m3 / ha Rindergülle können vor der Saat ausgebracht werden (verrechnen!!), Gründüngung im Herbst


Um der Herz- und Trockenfäule vorzubeugen, sollte bei weniger als 0,5 mg Bor im Boden, mit 1 kg Bor/ha (leichte Böden 0,6 – 1,7 kg Bor, schwere Böden 0,8 – 2,0 kg Bor/ha) gedüngt werden.


Erträge
Futterrübe ohne Blatt: 100 t FM/ha, 18 % TS
Biogaserträge: ca. 6300 m³/ha CH4 (zum Vergleich liefert Maissilage bei 50 t FM/ha und 35 % TM ca. 5.500 m³/ha CH4)

Futterrübe mit Blatt: Bei günstigen Voraussetzungen bis zu 160 t FM/ha

Ernte
Rübenvollernter

Lagerung

  • Stroh-Folien-Miete oder:
  • Silomiete mit Futterrüben-Mais-Silage: Die untere Schicht sollte aus Maishäcksel bestehen, darauf folgt (immer im Wechsel mit Mais) eine Schicht Futterrübenschnitzel die mit einem Schnitzelgerät aufgebracht wird. Abschluss des Silos oben mit Mais. So werden ohne zusätzliche Kosten und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand Futterrüben anteilig gefüttert. Wenn eine Selbsfütterungsanlage vorhanden ist, können auch ganze Rüben in ein Mischsilo eingebracht werden.

Zum Thema Erntetechnik beachten Sie bitte die Beiträge:/index.cfm/nav/160/article/5185.html und /index.cfm/nav/160/article/6084.html


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