Mit der Fruchtfolge zur umweltfreundlichen Stickstoffbilanz!

Nach der neuen Düngeverordnung ist ab 2018 ein Stickstoffsaldo von nur noch 50 kg/ha und Jahr einzuhalten. Andrea Ziesemer, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA MV), untersucht die Handlungsalternativen für Marktfruchtbetriebe.

 

 

 

 

 

 

Da die N-Salden von 50 kg/ha rückwirkend erstellt werden, zählt bereits das Erntejahr 2015 mit. Die meisten Landwirtschaftsbetriebe sind daher gezwungen, zeitnah z. B. Düngung und Fruchtfolgegestaltung zu optimieren, wobei auch die Wirtschaftlichkeit der Anbauverfahren berücksichtigt werden muss.
Pflanzenbaulich begründbare Anbaupausen sind langfristig ökologisch und ökonomisch von Vorteil. Wer auf Stoppelweizen verzichtet oder notwendigerweise die Fruchtfolgen erweitert, sollte die Vermarktungsoptionen für alternative Marktfrüchte wie z. B. Silomais und Roggen prüfen. Die mit Silomais aufgelockerten Mähdruschfruchtfolgen bieten die Möglichkeit zur Einhaltung der Bilanzgrenzen bei hohem Deckungsbeitrag.

Bei der Modellierung ausgewählter Fruchtfolgen wurde dargestellt, dass mit einer moderaten Reduzierung der Düngungsintensität N-Bilanzgrenzen bei nur geringen wirtschaftlichen Einbußen eingehalten werden können. Dieser Vorteil gilt vor allem für die auf den besseren Standorten wirtschaftenden Betriebe. Auf leichteren Böden müssen ergänzende Anpassungen erfolgen. Aufgrund der besonders ungünstigen N-Effizienz des Stoppelweizens wird stattdessen auf diesen Standorten der Anbau von Roggen oder Triticale empfohlen.

 


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