Was bringen und kosten aufgelockerte Fruchtfolgen?

Aufgelockerte Fruchtfolgen sind die wichtigste pflanzenbauliche Antwort auf eine ganze Reihe aktueller Herausforderungen – vom Pflanzenschutz über Wetterextreme bis hin zur Novellierung der Düngeverordnung. Doch lohnen Fruchtfolgen mit weniger lukrativen Fruchtarten – und wie wirken sie sich auf die Humus- und Nährstoffbilanz aus? Sven Böse hat nachgerechnet.

 

Dreifelderfruchtfolge: Wirtschaftlichkeit und Umweltwirklung. Zur besseren Ansicht bitte anklicken.

Dreifelderfruchtfolge: Wirtschaftlichkeit und …  

Vierfelderfruchtfolge; Zur besseren Ansicht bitte anklicken.

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Vierfelderfruchtfolge mit Hafer und Ackerbohnen; Zur besseren Ansicht bitte anklicken.

Vierfelderfruchtfolge mit Hafer und Ackerbohnen; …  

Fünfelderfruchtfolge; Zur besseren Ansicht bitte anklicken.

Fünfelderfruchtfolge; Zur besseren Ansicht bitte …  

Die Ausgangssituation: In den letzten Jahren wurden Fruchtfolgen immer weiter eingeengt – weil so der Deckungsbeitrag maximiert werden konnte. In der Folge wurden Fruchtfolgen immer enger, extensivere Kulturen wie Sommergetreide und Leguminosen wurden durch Wintergetreide und Raps verdrängt. Stagnierende Erträge, Probleme mit Schädlingen und Ungräsern/-kräutern sind die Folge.

Alternative Fruchtfolgen müssen bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Sie müssen durch einen ausreichend hohen Anteil gewinnstarker Kulturen ausreichende Wirtschaftlichkeit erbringen (DAL: Direkt- und Arbeitskostenfreie Leistung)
  • Die Ackerhygiene muss sich verbessern, das Schädlingsaufkommen verringern.
  • Sie sollten eine insgesamt positive Umweltbilanz aufweisen (Nährstoff- und Humushaushalt, Pflanzenschutz).

In dem Beitrag werden verschiedene Fruchtfolgen vor dem Hintergrund der o. g. Aspekte miteinander verglichen:

  • Die Dreifelderfruchtfolge mit Winterungen (Ausgangssituation),
  • die Vierfelderfruchtfolge mit Silomais und Zwischenfrüchten,
  • die Vierfelderfruchtfolge mit Sommergetreide/Ackerbohnen und Zwischenfrüchten
  • und die Fünffelderfruchtfolge.

Bei diesem umfassenden Vergleich zeigt sich, dass erweiterte Fruchtfolgen durchaus wirtschaftlich sein können, wenn man sich von einer kulturartbezogenen Deckungsbeitragsrechnung verabschiedet und die Leistungsfähigkeit der gesamten Fruchtfolge betrachtet: Also, wenn höhere und stabilere Erträge etwa des Körnerrapses, eine höhere Produktqualität, weniger Pflanzenschutz und arbeitswirtschaftliche Vorteile bewertet werden. Der Autor betont dabei die Umwelt- und Nährstoffrelevanz der Zwischenfrüchte.

In diesem Beitrag bringt die Fünffelderfruchtfolge bestehend aus Zuckerrüben, Wechselweizen, Wintergerste, Winterraps und Winterweizen bei Einsatz 20 % Zwischenfrüchten die höchsten DAL.

 


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