Weniger Unkrautdruck in Maisbeständen

Die Praxis hat gezeigt, dass einseitige Mais-Fruchtfolgen die Bildung neuer Unkrautgesellschaften sowie ein erhöhtes Vorkommen von Pilzkrankheiten und tierischen Schädlingen fördern. Kann der Anbau von Zwischenfrüchten diese Nachteile (teilweise) ausgleichen?

Gelbsenf, Quelle: P.H. Petersen

Gelbsenf, Quelle: P.H. Petersen  

Die Varianten (zur besseren Ansicht bitte anklicken)

Die Varianten (zur besseren Ansicht bitte …  

Bedeckungsgrade

Bedeckungsgrade  

Trockenmasseaufwuchs

Trockenmasseaufwuchs  

Bodenbeckungsgrad

Bodenbeckungsgrad  

Der Artikel basiert auf der Masterarbeit von Dirk Varnholt, Universität Hohenheim

Die Versuchsfragen/-thesen
Wie weit sind Zwischenfrüchte in der Lage, die Unkrautentwicklung vor Mais im Herbst und im Frühjahr zu unterdrücken? Stellt ihr Wasserbedarf ein Produktionsrisiko für den Mais dar? Antworten auf diese Fragen sollte ein Versuch mit unterschiedlichen Sommerzwischenfrüchten und unter dem Einfluss bestimmter Saatbettvorbereitungen liefern. Dazu wurden in einem Exaktversuch : zwei Reinsaaten, ein Gemenge und eine Kontrolle nach Wintergerstenanbau bei verschiedenen Bodenbearbeitungsintensitäten miteinander verglichen.

Die Versuchsergebnisse in aller Kürze:

  • Bedeckungsgrad und Trockenmasseaufwuchs: Die Zwischenfrüchte wiesen bereits drei Wochen nach der Aussaat signifikant unterschiedliche Bedeckungsgrade des Bodens auf. Mit 53,1 % lag der Weiße Senf deutlich über dem Gemenge (11,7 %).
  • Trockenmasseaufwuchs der Zwischenfrüchte: Der Weiße Senf erreichte bis zum 10. November 2013 den höchsten oberirdischen TM-Aufwuchs der Zwischenfruchtvarianten, gefolgt von dem Gemenge.
  • Bodenfeuchtigkeit: Kurz vor der Maisaussaat lag kein signifikanter Unterschied in den Varianten vor. Ein Nachteil für den Mais bzgl. der Bodenfeuchtigkeit bestand daher nicht.
  • Es besteht klar ein unkrautreduzierender Effekt von Zwischenfrüchten – auch noch IN dem Maisbestand vier Wochen nach der Maisaussaat.
  • Je flacher/extensiver die Bodenbearbeitung erfolgte, desto größer war der unkrautreduzierende Effekt der Zwischenfrüchte.

 


Top