Den Sortendschungel bei Mais durchdringen

Mehr als 780 Maissorten werden in Deutschland angebaut – bei dieser Vielfalt ist es schwer, den Überblick zu behalten. Berater Martin Munz erklärt, warum das so ist.

Sortenversuch

Sortenversuch  

 

Enegieerträge v. Reifegruppen

Enegieerträge v. Reifegruppen  

In keiner Kulturart werden jährlich so viele neue Sorten angeboten wie im Mais. Selbst in der Gruppe derer, die Leistungsprüfungen erfolgreich durchlaufen haben, gibt es erhebliche Leistungsdifferenzen. Hinzu kommen die Sorten, die in Deutschland vertriebsfähig sind, jedoch keines der hiesigen Prüfverfahren durchlaufen haben. Martin Munz warnt vor diesen oft sehr günstig angebotenen Sorten, denn ihr Leistungsniveau liegt meist deutlich unter dem der in der Beschreibenden Sortenliste aufgeführten Sorten.

Der Fachmann warnt zudem vor dem Einsatz von Sorten, deren Reifezeit für eine Region grenzfällig spät ist, denn diese Sorten enttäuschen in ungünstigen Jahren nicht. (Zu) späte Sorten bedeuten also einen Verzicht auf Ertragssicherheit. Frühe Sorten ermöglichen darüber hinaus oft noch die Aussat einer spätsaatverträglichen Zwischenfrucht oder Grünschnittroggens.

Sorten mit einer Reifezahl jenseit der 300 sollten Regionen mit hohen Wärmesummen vorbehalten bleiben.

Letztlich ist es aber immer die standortgeeignte Mischung aus bewährten und neuen (geprüften) Sorten, die das betriebliche Produktionsrisiko minimiert. Beim Saatgut sollte man nicht über den Preis/Einheit mit Billigangeboten sparen, sondern ggf. versuchen, die Saatstärken (von leistungsstarken Sorten) anzupassen.

 


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